CDM7021_NL-RtEUR_TBCOR01_022H023.pdf
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HAAG, den 1 5 . Dezeraber 1954
Sljzexaaan M
J . TINBERGEN
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H6n*n
Karl L. Herzberger,
Fahrgasse 20,
Langen Bez Pftfl
Sehr geetiTter Herr Herzberger,
Besüglich der Koeffialenten nuf Heite 220 meines Büchelchens machte ich Ihnen folgendea mittellen.
Die Koeffisienten der Zaiilungsbilanzgleichung slnd Rtudien
entnommen worden bezagllch der ElastlzltSt der Xïaohfrage nach
Einfuhr- luid Ausfulii-guter, voi: denen erstere In 1943 publizlrrt
worden iet in den •'Econometrische en Statistische Oridersoekingen ,
einer Zeitachrift des "Centraal T^ureau voor de Btatiatiek", Bie
Ausfu^runtersuchungen aind zuerst publiaiert worden im Sondorheft 1
der "Kederlandsche Conjunctuur" ünter dein Titel "De invloed -van het
prijsniveau op de uitvoer" und aind SüSter vertieft v/orden in
vom "Centraal Planbureau" unternornnieirUnterauohungen. Man beKC«knt
aber jedenfalls eine Idee von der dortangewandtan Technik wenn man
die soeben genanntenPublikationen studiert»
Die Preisgleichvmg ist gleichfalls Shnllchen Studiën entnommen worden, insbesonaere dem Artikel:"A.L.B.M. Rombouts en
J. Tinberg^!, De Samenhang tusschen de prijzen van ingevoerde
grondstoffen en aie van afgewerkte producten ira "Toilerland, De
Kederlandsche Conjunctuur, Nov. 1939".
Der v/ichtlgate Koeffiaient der AuBgabequote m der ersten
Glelchung meines Modells 1st nicht auf örund von Zeitreihen festgestellt v/orden, sondern aua dern Steuers/stem HollraidB hergeleitot.
Aus ihm berechnet man nSialich eine marginale Ausgabenei gung von
0.7. in der Annfüune dass sSmflLichea su VerfUgung stehearides 3inlconraan
ausge^'-eben wird. Hier haben Sie also eln Beispiisl dafür daas nioht
auf Vorkriegsdaten gebaut worden iist. Bonder^ apezifische TTaohkriegsumstSnde beachtet worden sind«
FZr die -ïnderen Gleioiiungen hat man also angenoimnen
es gelten dieftflherenElasti^itlten. Dieoe Atoalüne die wlr regelmasaig zu kontrollieren vei-siicht haben stützt sich im all veineinen
auf der Einsicht dass unsere Struktur sich nicht starJc geSndert
hat. Die Kontrolle v/ar allerdings in den ersten luiclikriegBjahre:.:
nichtraSgliohwell damala die zalilrelchen Eingriffe der Regierung
in das v/irt3chaftBleben einen Yergleich unmSglich machten. Sext
1948 jedoch hat eich unsere Annahne der ElaatlaitSt = 2 für
die Preiselastiaitat der Sinfulir gut bestStigt.
Neuerdings haben wir eine grSssere Studie über den Srfolg
xmserer Voraussagen untemoianan. Diese 3tudie wird nSchstes Jahr
wahrscheinlich vereffentlicht werden. Der vorlSufige Eindruck
ist dass unsere Voraussagen zwar manciimal nicht zutreffen, aber
entschieden besser sind als die "naiveren" Methoden die man
entweder d rch blosse ÏConstanthaltungeri' oder durch gradlinlge
Extrapolationen erhalten worde.
Ich hoff e daas diese M(inig*iAu8führun,gen Ihnen genflgon, bin
aber gerne zu weiteren ErlSuterungen bereltu •
3itte grüsaen Sie Herrn KollegeiProf, Most raeinetwegen
recht freundlich,
Mit besten Gr^saen,
Ihr ergebener.
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Part of Letter to K.L. Herzberger